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Publikationsfonds

**Bitte beachten Sie die neuen Informationen zum Publikationsfonds:

Ab sofort können Artikel in reinen Open-Access-Zeitschriften bei Erfüllung der bekannten Fördervoraussetzungen des Publikationsfonds anteilig mit 500 EUR pro Artikel unterstützt werden. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler erhalten bei Erfüllung der Förderbedingungen eine Unterstützung in voller Höhe der Article Processing Charges (APC).**

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Seit 2018 unterstützt die Charité – Universitätsmedizin Berlin die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften durch einen eigenen Fonds für Publikationsgebühren. Aus diesem werden Artikel finanziert, die von Charité-Angehörigen in Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht werden und die von der DFG formulierten Bedingungen für eine Kostenübernahme erfüllen. Der Fonds wird von der Medizinischen Bibliothek verwaltet.

Der Publikationsfonds aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Charité soll es Angehörigen der Charité erleichtern, ihre wissenschaftliche Arbeit in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen und sie damit Forschenden und der interessierten Öffentlichkeit weltweit zugänglich zu machen.

Aktuelle Information

Die Medizinische Bibliothek hat mit Unterstützung der Fakultätsleitung einen Weg gefunden, das Publizieren im Open Access 2021 anteilig weiter zu fördern! Ab dem 08.07.21 können Gold-Open-Access-Artikel, d.h. Artikel in reinen Open-Access-Zeitschriften, anteilig mit 500 EUR pro Artikel wieder gefördert werden. Liegt die Artikelgebühr unter 500 EUR brutto, so wird die gesamte Gebühr gefördert. Diese Förderung gilt zunächst bis Ende des Jahres. Bis dahin soll ein neues Finanzierungsmodell für Open-Access-Publikationen erarbeitet und abgestimmt werden, das ab 2022 wirksam werden soll.

Das vormalige Verfahren der Förderung wurde geändert: Autorinnen und Autoren begleichen zunächst die Rechnungen über Open-Access-Artikelgebühren (Article Processing Charges) aus regulären Haushaltsmitteln oder LOM und beantragen im Anschluss bei der Bibliothek eine anteilige Rückerstattung in Höhe von 500 EUR. Die üblichen Fördervoraussetzungen des Publikationsfonds gelten weiterhin, nutzen Sie für die Antragstellung bitte das Antragsformular. Für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gibt es weitere finanzielle Unterstützung, siehe unten. Für die Verlage Springer Nature, Wiley und Frontiers gelten abweichende Verfahren, bitte beachten Sie unsere Vereinbarungen mit diesen Verlagen.

Wer kann eine Förderung aus dem Publikationsfonds beantragen?

Sie können eine Kostenübernahme beantragen, wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger der Charité – Universitätsmedizin Berlin als "Corresponding Author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren eines Open-Access-Artikels verantwortlich sind. Studierende sind Angehörige der Charité.
Beachten Sie bitte unbedingt die Affiliationsrichtlinie der Charité. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler erhalten Sonderkonditionen, die unter "Was wird gefördert (Fördervoraussetzungen)?" aufgeführt sind.

Was wird gefördert (Fördervoraussetzungen)?

**Bitte beachten Sie die neuen Informationen zum Publikationsfonds. Ab dem 08.07.21 werden Article Processing Charges (APC) anteilig gefördert. Es gibt zudem Sonderkonditionen für Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen.**

Aus dem Publikationsfonds sollen Kosten beglichen werden, die für Publikationen in goldenen Open-Access-Zeitschriften entstehen können.

Während herkömmliche Zeitschriften durch Bibliotheken und Einzelbezieher finanziert werden und nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, sieht ein Open-Access-Geschäftsmodell i.d.R. vor, dass Autorinnen und Autoren bzw. deren Arbeitgeber für die Publikationskosten aufkommen, womit Publikationen unmittelbar nach Erscheinen weltweit kostenlos gelesen werden können.

Diese Publikationskosten, meist Article Processing Charges oder Article Fees oder Publication Fees genannt, können im Zeitraum 2018 bis 2021 über den Publikationsfonds finanziert werden. Seit dem 08.07.2021 werden Publikationskosten anteilig mit einem Betrag in Höhe von 500 EUR gefördert.

Es gelten die Fördervoraussetzungen der DFG:

  • Es werden Artikel (teil)finanziert, für die Sie als Angehörige oder Angehöriger der Charité – Universitätsmedizin Berlin als "Corresponding Author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich sind. Beachten Sie bitte unbedingt die Affiliationsrichtlinie der Charité .
  • Ihr Artikel erscheint in einer genuinen Open-Access-Zeitschrift, deren sämtliche Beiträge vollständig und unmittelbar mit Erscheinen weltweit entgeltfrei zugänglich sind und die ein nachvollziehbares Verfahren zur Qualitätssicherung hat. Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) weist solche Zeitschriften nach.
    (Nicht gefördert werden Beiträge in Zeitschriften, die nur einzelne Artikel gegen Bezahlung Open Access zur Verfügung stellen.)
  • Publikationsgebühren können anteilig mit 500 EUR gefördert  werden, wenn sie die Höhe von insgesamt 2.000 EUR inkl. MwSt. pro Artikel nicht überschreiten.
    (Bitte beachten Sie, dass die MwSt. immer anfällt. Bei 19% MwSt. liegt die Grenze pro Artikel bei 1.680 EUR ohne MwSt. Bitte teilen Sie ausländischen Verlagen die Charité VAT-ID mit: DE228847810, damit diese keine VAT auf Preisangebot oder Rechnung setzen.)
  • Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler als Corresponding Authors, deren Artikel 2021 erscheint und die hier aufgeführten Fördervoraussetzungen erfüllt, werden in voller Höhe der Article Processing Charge (APC) unterstützt. Als diese gelten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis 4 Jahre nach der Promotion (geprüft bei Vorliegen des vollständigen Antrags inkl. Rechnung).  
  • Der Artikel muss unter einer offenen Lizenz (zum Beispiel eine Creative Commons Lizenz - bevorzugt CC BY) veröffentlicht werden.
  • Nicht gefördert werden können sogenannte Page Charges, Colour Charges und Submission Fees sowie Publikationen, die bereits aus Drittmitteln bezahlt worden sind, oder für die Publikationsmittel in einem Drittmittelprojekt zur Verfügung stehen.

Gewünscht ist eine Anerkennung der Förderung durch den Publikationsfonds. Folgende Formulierung schlagen wir vor:
We acknowledge support from the German Research Foundation (DFG) and the Open Access Publication Fund of Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Sollten die Förderbedingungen geändert werden, werden wir Sie auf dieser Seite informieren.

Der Artikel wird nach seinem Erscheinen zusätzlich über das Open-Access-Repositorium der Charité, das Teil des institutionellen Repositoriums der Freien Universität Berlin (Refubium) ist, weltweit zur Verfügung gestellt.

Wie erfolgt die Kostenübernahme?

Das neue Verfahren zur Kostenübernahme ist wie folgt:

Autorinnen und Autoren begleichen zunächst die Rechnungen über Open-Access-Artikelgebühren (Article Processing Charges) aus regulären Haushaltsmitteln oder LOM und beantragen dann bei der Bibliothek eine anteilige Rückerstattung in Höhe von 500 EUR. Die üblichen Fördervoraussetzungen des Publikationsfonds – darunter eine maximale Artikelgebühr von EUR 2.000 brutto – gelten weiterhin, nutzen Sie für die Antragstellung bitte das Antragsformular "Antrag auf Unterstützung von Publikationskosten".  

Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler informieren uns bitte online über ihre bevorstehende OA-Publikation mittels Webformular "Antrag auf Unterstützung von Publikationskosten". Sobald Sie eine positive Nachricht von uns erhalten haben, stellen Sie bitte sicher, dass 

  • a)  der Verlag die Rechnung an die Charité – Universitätsmedizin Berlin adressiert, nicht an Ihre Privatadresse.
  • b)  die Rechnung Name des Corresponding Authors, Titel der Zeitschrift, Titel des Artikels und Erscheinungsdatum (falls bekannt) enthält.
  • c)  bei Rechnungen aus dem Ausland der Rechnungsbetrag ohne MwSt. ausgewiesen wird. Sie werden ggf. die VAT-ID der Charité benötigen: DE228847810.
  • d) auf der Rechnung vom Verlag gewährte Rabatte aufgeführt sein müssen.

Anträge für alle Arten der Kostenübernahme werden in der Reihenfolge des Eingangs vollständiger Anträge bearbeitet. Vollständig ist ein Antrag erst mit Rechnung.

Wann ist ein Antrag auf Kostenübernahme zu stellen?

Das hängt davon ab, ob Sie einen Antrag auf anteilige Förderung (gültig für alle Korrespondenzautorinnen Korrespondenzautoren) (A) oder auf volle Förderung (gültig nur für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler als Corresponding Author) (B) stellen möchten.

A)  Einen Antrag auf anteilige Kostenübernahme können Sie stellen, sobald Ihre Rechnung beim Verlag über Haushaltsmittel oder LOM durch Sie beglichen wurde. Nutzen Sie hierfür bitte das Webformular Antrag auf Übernahme von Open-Access-Publikationskosten

B) Einen Antrag auf volle Kostenübernahme können Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler stellen, sobald der Artikel bei der Zeitschrift akzeptiert wurde und Sie ein Preisangebot oder eine Rechnung des Verlags erhalten haben. Nutzen Sie hierfür bitte ebenfalls das Webformular Antrag auf Übernahme von Open-Access-Publikationskosten.

Was gilt für das Publizieren in Zeitschriften der DEAL-Verlage Wiley und Springer Nature?

Das neue Modell der Teilfinanzierung gilt auch für alle Artikel in goldenen Zeitschriften, die nach dem 01.07.21 zur Veröffentlichung angenommen wurden und im internen DEAL-Dashboard von Wiley bzw. Springer Nature erscheinen. Wenn dies auf Ihren Artikel zutrifft, dann erhalten Sie eine E-Mail vom Open-Access-Team der Medizinischen Bibliothek. Mit dieser werden Sie über die Artikelbruttogebühr und anteilige Förderung in Höhe von  500 EUR informiert und gebeten, eine Kostenstelle oder Innenauftragsnummer zu übermitteln, damit Ihr Eigenanteil an den Publikationskosten abgerechnet werden kann. Für die Berechnung der Artikelbruttogebühr werden die Zeitschriftenlisten von Springer  und Wiley zugrunde gelegt (für Springer gilt Spalte N „DEAL Member APC Cost Contribution 2021“ zuzüglich 19% MwSt.; für Wiley gilt Spalte L „EUR APC“ minus 20 Prozent DEAL-Rabatt zuzüglich 19% MwSt.).

Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler als Corresponding Authors, deren Artikel 2021 erscheint und die üblichen Fördervoraussetzungen des Fonds erfüllt, werden in voller Höhe der Article Processing Charge (APC) gefördert. Als Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gelten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis 4 Jahre nach der Promotion (geprüft bei Vorliegen des vollständigen Antrags inkl. Rechnung). Für solche Antragstellungen ist das Formular “Antrag auf Übernahme von Open-Access-Publikationskosten“ zu nutzen. 

Ausnahme für Artikel in sogenannten "Hybrid-Zeitschriften": Während der noch laufenden Transformationsverträge mit Wiley bzw. Springer Nature werden die Kosten für in Hybrid-Zeitschriften der beiden Verlage erscheinende Open-Access-Artikel von Charité-Angehörigen (corresponding authors) noch über die von der Charité bezahlten Subskriptionsgebühren abgedeckt. Hier entstehen Ihnen als Autorinnen und Autoren im Gegensatz zu Artikel in DEAL-Gold-Zeitschriften derzeit noch keine Kosten.

Wo finde einen Überblick über Hybrid- und Gold-Zeitschriften der DEAL-Verlage?

  • In der Liste der Zeitschriften im SpringerNature-DEAL gibt es eine Spalte „Publishing Model“. „Open Choice“ = hybride Zeitschrift und „Fully Open Access“ = Gold Open Access.
  • In der Liste der Zeitschriften im Wiley-DEAL gibt es eine Spalte „Revenue Model“. „OO“ = hybride Zeitschrift und „OA“ = Gold Open Access.

Warum sollten Sie den Open-Access-Publikationsfonds der Charité nutzen?

Der freie Zugang (Open Access) zu Forschungsergebnissen entwickelt sich als neuer Standard. Forschungsförderer erwarten aus guten Gründen, dass Sie Open Access publizieren. Die Charité ermuntert Sie nachdrücklich dazu, von der Förderung durch den Fonds Gebrauch zu machen.

Entlasten Sie Ihren Etat während der Umstellung auf das neue Publikationsmodell und ermöglichen Sie uns, die Publikationskosten der Charité zentral zu finanzieren und somit anfallende Kosten realistisch zu erfassen, damit langfristig ausreichend Mittel bereitgestellt werden können.

Alle geförderten Artikel werden nach ihrem Erscheinen zusätzlich im Open-Access-Repositorium der Charité dauerhaft archiviert und weltweit zur Verfügung gestellt.

Weshalb werden nicht alle Open-Access-Publikationen gefördert?

Warum wird Open-Access-Publizieren in einer Zeitschrift, die nicht vollständig Open Access publiziert, nicht gefördert?

Weil solche sogenannten Hybrid-Zeitschriften gleich doppelt öffentliche Mittel beanspruchen: einmal über die Subskriptionskosten, die von den Bibliotheken zu zahlen sind, und zusätzlich über Artikelgebühren, die ebenfalls aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Dieses sogenannte "double-dipping" der Verlage soll nicht gefördert werden.


Warum werden Artikel mit maximal 2.000 EUR inkl. MwSt. gefördert?

Die durchschnittlichen Kosten eines Open-Access-Artikels liegen nach bisherigen Erhebungen der Open APC-Initiative deutlich darunter. Mit der maximalen Fördersumme von 2.000 Euro soll einer Preisspirale der Artikelgebühren vorgebeugt werden, die sich von tatsächlichen Kosten einer Veröffentlichung weit entfernt.
Viele Verlage wissen, dass eine Förderung oftmals auf eine Höchstgrenze an Artikelgebühren begrenzt ist. Lassen Sie Verlage möglichst schon beim Einreichen wissen, dass Sie an den Höchstpreis (price cap) von 2.000 EUR inkl. MwSt. gebunden sind. Wir stellen Ihnen gerne eine Musteranfrage zur Verfügung. Es lohnt sich, mit Verlagen zu sprechen!

Welche weiteren Open-Access-Optionen habe ich?

Bitte beachten Sie auch die weiterhin gültigen Verlagsvereinbarungen, welche Ihnen als Charité-Autorinnen und Autoren Rabatte oder Waiver ermöglichen.

Weiterhin gibt es zwei kostenfreie Formen des Open Access:

  • Veröffentlichen Sie in qualitätsgesicherten „Diamond“ oder „Platinum“ Journals. Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) ist das umfassendste Verzeichnis für qualitätsgesicherte Open Access Zeitschriften und bietet einen Filter für Diamond und Platinum Zeitschriften, die sich nicht über Gebühren (APCs) finanzieren und für Autorinnen und Autoren kostenfrei sind.
  • Wählen Sie den sogenannten grünen Weg zu Open Access, bei dem Autorinnen und Autoren in traditionellen Zeitschriften (closed) publizieren und parallel eine vom Verlag erlaubte Version ihres Artikels auf einem Open-Access-Publikationsserver hinterlegen - z.B. im institutionellen Repositorium von Charité und FU, Refubium. (Falls zwischen Ablage und Freischaltung eine Embargo-Zeit eingehalten werden muss, kann diese im Repositorium hinterlegt werden, so dass Sie sich nicht mehr darum kümmern müssen. Das Open-Access-Team der Medizinischen Bibliothek hilft Ihnen gerne hierbei.)
     

Kontakt

Für Beratung und Unterstützung rund um Open Access steht Ihnen das Open-Access-Team 
- Susann Beuthan, Jenny Delasalle, Elena Gandert, Steffi Grimm, Katja Maly, Anja Siebert und Dieter Vieljans - gerne zur Verfügung: