Journal, Stift, Laptop und Papiere am Arbeitsplatz
Publizieren an der Charité. Foto: J. Müller/Charité; OA-Logo von art designer at http://www.plos.org/, CC BY-SA 3.0

Publikationsfonds

In den Jahren 2018 und 2019 unterstützt die Charité – Universitätsmedizin Berlin die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften durch einen eigenen Fonds für Publikationsgebühren.

Der Publikationsfonds aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Charité soll es Angehörigen der Charité erleichtern, ihre wissenschaftliche Arbeit in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen und sie damit Forschenden und der interessierten Öffentlichkeit weltweit zugänglich zu machen.

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Mit Beginn des Jahres 2018 steht ein Open-Access-Publikationsfonds aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der CharitéUniversitätsmedizin Berlin zur Verfügung. Aus dem Publikationsfonds werden Artikel finanziert, die von Charité-Angehörigen in Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht werden und die von der DFG formulierten Bedingungen für eine Kostenübernahme erfüllen. Der Fonds wird von der Medizinischen Bibliothek verwaltet.

Wer kann eine Förderung aus dem Publikationsfonds beantragen?

Sie können eine Kostenübernahme beantragen, wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger der CharitéUniversitätsmedizin Berlin als "Submitting Author" oder "Corresponding Author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren eines Open-Access-Artikels verantwortlich sind. Studierende sind Angehörige der Charité.
Beachten Sie bitte unbedingt die Affiliationsrichtlinie der Charité  (nur im Intranet verfügbar!).

Was wird gefördert (Fördervoraussetzungen)?

Aus dem Publikationsfonds sollen Kosten beglichen werden, die für Publikationen in Open-Access-Zeitschriften entstehen können.

Während herkömmliche Zeitschriften durch Bibliotheken und Einzelbezieher finanziert werden und nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, sieht ein Open-Access-Geschäftsmodell i.d.R. vor, dass Autorinnen und Autoren bzw. deren Arbeitgeber für die Publikationskosten aufkommen, womit Publikationen unmittelbar nach Erscheinen weltweit kostenlos gelesen werden können.

Diese Publikationskosten, meist Article Processing Charges oder Article Fees oder Publication Fees genannt, können – zunächst in den Jahren 2018 und 2019 – über den Publikationsfonds finanziert werden.

Es gelten die Fördervoraussetzungen der DFG:

  • Es werden Artikel finanziert, für die Sie als Angehörige oder Angehöriger der CharitéUniversitätsmedizin Berlin als "Submitting" oder "Corresponding Author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich sind. Beachten Sie bitte unbedingt die Affiliationsrichtlinie der Charité  (nur im Intranet verfügbar!).
  • Ihr Artikel erscheint in einer genuinen Open-Access-Zeitschrift, deren sämtliche Beiträge vollständig und unmittelbar mit Erscheinen weltweit entgeltfrei zugänglich sind und die ein nachvollziehbares Verfahren zur Qualitätssicherung hat. Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) weist solche Zeitschriften nach.
    (Nicht gefördert werden Beiträge in Zeitschriften, die nur einzelne Artikel gegen Bezahlung Open Access zur Verfügung stellen.)
  • Publikationsgebühren können übernommen werden, wenn sie die Höhe von insgesamt 2.000,- Euro inkl. MwSt. pro Artikel nicht überschreiten. Eine anteilige Finanzierung ist nicht möglich.
    (Bitte beachten Sie, dass 19% MwSt. anfallen, d.h. pro Artikel liegt die Grenze bei 1.680,- Euro ohne MwSt. Bitte teilen Sie ausländischen Verlagen die Charité VAT-ID mit: DE228847810, damit diese keine VAT auf Preisangebot oder Rechnung setzen.)
  • Der Artikel sollte unter einer Creative Commons Lizenz (bevorzugt CC BY) veröffentlicht werden.
  • Nicht gefördert werden können Publikationen, die bereits aus Drittmitteln bezahlt worden sind, oder für die Publikationsmittel in einem Drittmittelprojekt zur Verfügung stehen.

Gewünscht ist eine Anerkennung der Förderung durch den Publikationsfonds. Folgende Formulierung schlagen wir vor:
We acknowledge support from the German Research Foundation (DFG) and the Open Access Publication Fund of CharitéUniversitätsmedizin Berlin.

Eine Förderung erfolgt zunächst im Jahr 2018 für Artikel, die 2018 erscheinen und 2018 in Rechnung gestellt sind. Sollte eine vorzeitige Erschöpfung des Etats 2018 erkennbar sein oder sind 75% des Etats ausgeschöpft, können die Förderbedingungen nochmals geändert werden, worüber wir Sie rechtzeitig auf dieser Seite informieren.

Der Artikel wird nach seinem Erscheinen zusätzlich über das Open-Access-Repositorium der Charité, das Teil des institutionellen Repositoriums der Freien Universität Berlin (Refubium) ist, weltweit zur Verfügung gestellt.

Wie erfolgt die Kostenübernahme?

Wenn Ihre OA-Publikation die Fördervoraussetzungen (s.o.) erfüllt – kann die Kostenübernahme auf drei alternativen Wegen erfolgen:

1.  Direktbezahlung
Informieren Sie uns online über Ihre bevorstehende OA-Publikation mit dem Webformular Antrag auf Kostenübernahme von Open-Access-Publikationskosten - Direktbezahlung. Sobald Sie eine positive Nachricht von uns erhalten haben, stellen Sie sicher, dass 

a)  der Verlag die Rechnung an die CharitéUniversitätsmedizin Berlin adressiert, nicht an Ihre Privatadresse.

b)  die Rechnung Name des Autors/der Autorin, Titel der Zeitschrift, Titel des Artikels und Erscheinungsdatum (falls bekannt) enthält.

c)  bei Rechnungen aus dem europäischen Ausland der Rechnungsbetrag ohne MwSt. ausgewiesen wird. Sie werden die VAT-ID der Charité benötigen: DE228847810.

2. Sonderkonditionen mit einzelnen Verlagen

Eine Variante der Direktbezahlung ist möglich durch Sonderkonditionen, die mit einzelnen Verlagen für Corresponding Authors/Submitting Authors der Charité vereinbart werden.

Hier finden Sie die einzelnen Verlagsvereinbarungen.

3. Kostenübernahme bereits beglichener Rechnungen für Open-Access-Publikationen

Ihre OA-Publikation ist schon erschienen und die Rechnung wurde bereits aus regulären Haushaltsmitteln oder LOM-Mitteln bezahlt. Schicken Sie uns die Rechnung des Verlages zusammen mit dem ausgefüllten Formular Antrag auf Übernahme von Publikationskosten (Umbuchung) per mail an publikationsfonds(at)charite.de

Senden Sie uns Ihre Nachricht bitte von Ihrer Charité-Email-Adresse.

Anträge für alle Arten der Kostenübernahme werden in der Reihenfolge des Eingangs vollständiger Anträge bearbeitet. Vollständig ist ein Antrag erst mit Rechnung.

Eine Förderung erfolgt zunächst im Jahr 2018 für Artikel, die 2018 erscheinen und 2018 in Rechnung gestellt werden. Bei Rechnungen, bzw. Veröffentlichungen, die in die Jahresübergangsphase fallen, sprechen Sie uns bitte an.
Sollte eine vorzeitige Erschöpfung des Etats 2018 erkennbar sein oder sind 75% des Etats ausgeschöpft, können die Förderbedingungen nochmals geändert werden, worüber wir Sie rechtzeitig auf dieser Seite informieren.

Wann ist ein Antrag auf Kostenübernahme zu stellen?

Das hängt davon ab, ob Ihre Open-Access-Veröffentlichung noch bevorsteht (A) oder bereits erschienen ist (B):

A) Einen Antrag auf Kostenübernahme eines 2018 erscheinenden Artikels können Sie stellen, sobald Ihre Publikation beim Verlag eingereicht ist und Sie ein Preisangebot des Verlags erhalten haben. Nutzen Sie hierfür das Webformular Antrag auf Übernahme von Open-Access-Publikationskosten - Direktbezahlung

B) Sie können auch rückwirkend eine Kostenübernahme beantragen, wenn die Publikationskosten bereits aus regulären Haushaltsmitteln oder LOM-Mitteln beglichen wurden. Ihre Publikation muss im Jahr 2018 erschienen sein und die Rechnung muss auf 2018 datiert sein.
Stellen Sie hierfür einen Antrag auf Übernahme von Publikationskosten (Umbuchung). [PDF]

Warum sollten Sie den Open-Access-Publikationsfonds der Charité nutzen?

Der freie Zugang (Open Access) zu Forschungsergebnissen entwickelt sich als neuer Standard. Forschungsförderer erwarten aus guten Gründen, dass Sie Open Access publizieren. Die Charité ermuntert Sie nachdrücklich dazu, von der Förderung durch den Fonds Gebrauch zu machen.

Entlasten Sie Ihren Etat während der Umstellung auf das neue Publikationsmodell und ermöglichen Sie uns, die Publikationskosten der Charité zentral zu finanzieren und somit anfallende Kosten realistisch zu erfassen, damit langfristig ausreichend Mittel bereitgestellt werden können.

Alle geförderten Artikel werden nach ihrem Erscheinen zusätzlich im Open-Access-Repositorium der Charité dauerhaft archiviert und weltweit zur Verfügung gestellt.

Wozu dient Open Access?

Lesen Sie hier, welche Argumente für das Open Access Publizieren sprechen.

Weshalb werden nicht alle Open-Access-Publikationen gefördert?

Warum wird Open-Access-Publizieren in einer Zeitschrift, die nicht vollständig Open Access publiziert, nicht gefördert?

Weil solche sogenannten Hybrid-Zeitschriften gleich doppelt öffentliche Mittel beanspruchen: einmal über die Subskriptionskosten, die von den Bibliotheken zu zahlen sind, und zusätzlich über Artikelgebühren, die ebenfalls aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Dieses sogenannte "double-dipping" der Verlage soll nicht gefördert werden.


Warum werden Artikel mit maximal 2.000 Euro inkl. MwSt. gefördert?

Die durchschnittlichen Kosten eines Open-Access-Artikels liegen nach bisherigen Erhebungen der Open APC-Initiative deutlich darunter. Mit der maximalen Fördersumme von 2.000 Euro soll einer Preisspirale der Artikelgebühren vorgebeugt werden, die sich von tatsächlichen Kosten einer Veröffentlichung weit entfernt.
Viele Verlage wissen, dass eine Förderung oftmals auf eine Höchstgrenze an Artikelgebühren begrenzt ist. Lassen Sie Verlage möglichst schon beim Einreichen wissen, dass Sie an den Höchstpreis (price cap) von 2.000 Euro inkl. 19% MwSt. gebunden sind. Wir stellen Ihnen gerne eine Musteranfrage zur Verfügung. Es lohnt sich, mit Verlagen zu sprechen!

Wo erhalten Sie Antwort auf weitere Fragen zum Open-Access-Publizieren?

Für Fragen zur Förderung von Open-Access-Publikationen steht Ihnen ein Team der Medizinischen Bibliothek zur Verfügung, das Sie über die Email-Adresse

Für allgemeine Fragen zu Open Access können Sie sich gerne auch an die Open-Access-Beauftragte von BIH und Charité, Lisa Liebenau, wenden. Sie erreichen sie per mail über