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Publikationsfonds

Für das Jahr 2022 sind neue Fördervoraussetzungen beschlossen worden:

Artikel in reinen Open-Access-Zeitschriften können bei Erfüllung der Fördervoraussetzungen des Publikationsfonds finanziell unterstützt werden. Ausnahmen, auch für Artikel, die über die DEAL-Verlage Springer Nature und Wiley publiziert wurden, sind nachfolgend beschrieben.

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Seit 2018 unterstützt die Charité – Universitätsmedizin Berlin die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften durch einen eigenen Fonds für Publikationsgebühren. Aus diesem werden Artikel (teil-)finanziert, die von Charité-Angehörigen in Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht werden und die die Förderbedingungen für eine Kostenübernahme erfüllen. Der Fonds wird von der Medizinischen Bibliothek verwaltet.

Der Publikationsfonds aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Charité soll Angehörige der Charité dabei unterstützen, ihre wissenschaftliche Arbeit in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen, Open Science zu praktizieren und sie damit Forschenden und der interessierten Öffentlichkeit weltweit zugänglich zu machen.

Aktuelle Information

Im Jahr 2022 fördert die Medizinische Bibliothek Gold-OA-Artikel (d.h. Artikel in reinen OA-Zeitschriften) wieder vollständig über den Publikationsfonds, wenn alle Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Ausnahmen werden gewährt, lesen Sie gerne unten mehr dazu. Als neue Förderbedingung gilt, dass Autoren und Autorinnen über eine ORCID verfügen und diese in Ihrem Artikel angegeben wird.

Wer kann eine Förderung aus dem Publikationsfonds beantragen?

Sie können eine Kostenübernahme beantragen, wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger der Charité – Universitätsmedizin Berlin und "Corresponding Author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren eines Open-Access-Artikels verantwortlich sind. Weiterhin müssen Sie über eine ORCID verfügen und diese für Ihren Artikel verwenden. Studierende sind Angehörige der Charité.

Beachten Sie bitte unbedingt die Affiliationsrichtlinie der Charité [PDF].

Was wird gefördert (Fördervoraussetzungen)?

Aus dem Publikationsfonds sollen Kosten beglichen werden, die für Publikationen in goldenen Open-Access-Zeitschriften entstehen können.

Während herkömmliche Zeitschriften durch Bibliotheken und Einzelbezieher finanziert werden und nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, sieht ein Open-Access-Geschäftsmodell i.d.R. vor, dass Autorinnen und Autoren bzw. deren Arbeitgeber für die Publikationskosten aufkommen, womit Publikationen unmittelbar nach Erscheinen weltweit kostenlos gelesen werden können.

Diese Publikationskosten, meist Article Processing Charges oder Article Fees oder Publication Fees genannt, können zunächst bis Ende 2024 unter bestimmten Bedingungen (anteilig) zentral vom Publikationsfonds übernommen werden.

Es gelten die folgenden Fördervoraussetzungen:

  • Es werden Artikel finanziert, für die Sie als Angehörige oder Angehöriger der Charité – Universitätsmedizin Berlin als "Corresponding Author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich sind. Als “Corresponding Author” verfügen Sie über eine ORCID und verwenden Sie diese für Ihren Artikel. Beachten Sie bitte unbedingt auch die Affiliationsrichtlinie der Charité [PDF] .
  • Ihr Artikel erscheint in einer genuinen Open-Access-Zeitschrift, deren sämtliche Beiträge vollständig und unmittelbar mit Erscheinen weltweit entgeltfrei zugänglich sind und die ein nachvollziehbares Verfahren zur Qualitätssicherung hat. Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) weist solche Zeitschriften nach.
    (Nicht gefördert werden Beiträge in sogenannten hybriden Zeitschriften, die nur einzelne Artikel gegen Bezahlung Open Access zur Verfügung stellen. Siehe aber auch unter Verlagsvereinbarungen)
  • Ihr Artikel ist ein “Research article” oder “Review”.
  • Publikationsgebühren können gefördert werden, wenn sie die Höhe von insgesamt 2.000 EUR inkl. MwSt. pro Artikel nicht überschreiten.
    (Bitte beachten Sie, dass die MwSt. immer anfällt. Bei 19% MwSt. liegt die Grenze pro Artikel bei 1.680 EUR ohne MwSt. Bitte teilen Sie ausländischen Verlagen die Charité VAT-ID mit: DE228847810, damit diese keine VAT auf Preisangebot oder Rechnung setzen.)
  • Der Artikel muss unter einer offenen Lizenz (zum Beispiel eine Creative Commons Lizenz - bevorzugt CC BY) veröffentlicht werden.
  • Nicht gefördert werden können sogenannte Page Charges, Colour Charges und Submission Fees sowie Publikationen, die bereits aus Drittmitteln bezahlt worden sind, oder für die Publikationsmittel in einem Drittmittelprojekt zur Verfügung stehen.

Gewünscht ist eine Anerkennung der Förderung durch den Publikationsfonds. Folgende Formulierung schlagen wir zur Aufnahme in das Acknowledgement vor:
We acknowledge financial support from the Open Access Publication Fund of Charité – Universitätsmedizin Berlin and the German Research Foundation (DFG).

Der Artikel wird nach seinem Erscheinen zusätzlich über das Open-Access-Repositorium der Charité, das Teil des institutionellen Repositoriums der Freien Universität Berlin (Refubium) ist, weltweit zur Verfügung gestellt.

Was passiert, wenn die Mittel des Publikationsfonds knapp werden?

Sollten die 2022 verfügbaren Mittel absehbar nicht ausreichen, um die Förderung bis Ende 2022 fortzuführen, wird die Förderung reduziert durch Verschärfung der Fördervoraussetzungen:

Zusätzlich muss dann mindestens eins der folgenden Open Science-Kriterien erfüllt sein:

  • a) Der Artikel präsentiert Ergebnisse eines präregistrierten Forschungsvorhabens aus der Grundlagenforschung
  • b) Der Artikel stellt Primärresultate registrierter klinischer Studien dar
  • c) Der Artikel wurde beim Journal als Preprint (auf einem Preprint Server) veröffentlicht
  • d) Die Originaldaten, auf denen die Ergebnisse des Artikels beruhen, sind als "Open Data" über ein Repositorium frei zugänglich
  • e) Die Hauptaussage des Artikels umfasst sogenannte Null- Resultate
  • f) Der Artikel berichtet Resultate einer Replikationsstudie

Die Förderbedingungen für OA-Artikel an der Charité während der Bezuschussung durch das DFG-Programm „OA Publikationskosten“ (2022-2024) werden laufend evaluiert und falls nötig nach Ankündigung geändert. Sollten die Förderbedingungen geändert werden, werden wir Sie auf dieser Seite informieren. 

Wie erfolgt die Kostenübernahme?

Nutzen Sie für die Antragstellung bitte das Antragsformular "Antrag auf Übernahme von Open-Access-Publikationskosten".  Am besten hängen Sie die Rechnung an das Antragsformular an und lassen die Medizinische Bibliothek die Rechnung für Ihren förderfähigen Artikel begleichen. Wenn Sie Ihre Rechnung bereits aus Haushaltsmitteln oder LOM beglichen haben, dann verwenden Sie das Antragsformular um eine Umbuchung zu beantragen.

Bei der Rechungserstellung stellen Sie bitte sicher, dass

  • a)  der Verlag die Rechnung an die Charité – Universitätsmedizin Berlin adressiert, nicht an Ihre Privatadresse.
  • b)  die Rechnung Name des Corresponding Authors, Titel der Zeitschrift, Titel des Artikels und Erscheinungsdatum (falls bekannt) enthält.
  • c)  bei Rechnungen aus dem Ausland der Rechnungsbetrag ohne MwSt. ausgewiesen wird. Sie werden ggf. die VAT-ID der Charité benötigen: DE228847810.
  • d) auf der Rechnung vom Verlag gewährte Rabatte aufgeführt sein müssen.

Anträge für alle Arten der Kostenübernahme werden in der Reihenfolge des Eingangs vollständiger Anträge bearbeitet. Vollständig ist ein Antrag erst mit Rechnung.

Wann ist ein Antrag auf Kostenübernahme zu stellen?

Einen Antrag auf volle Kostenübernahme können Sie stellen, sobald der Artikel bei der Zeitschrift akzeptiert wurde und Sie ein Preisangebot oder eine Rechnung des Verlags erhalten haben. Nutzen Sie hierfür bitte das Webformular Antrag auf Übernahme von Open-Access-Publikationskosten.

Zeitschriften der DEAL-Verlage Springer Nature und Wiley

Für Artikel in Gold-OA-Zeitschriften der DEAL-Verlage Wiley und Springer Nature gibt es für das Jahr 2022 ein neues Modell der Teilfinanzierung. Details über die Finanzierung von Artikel in goldenen oder hybriden Zeitschriften finden Sie auf unserer Webseite “Verlagsvereinbarungen”.

Warum sollten Sie den Open-Access-Publikationsfonds der Charité nutzen?

Der freie Zugang (Open Access) zu Forschungsergebnissen entwickelt sich als neuer Standard. Forschungsförderer erwarten aus guten Gründen, dass Sie Open Access publizieren. Die Charité ermuntert Sie nachdrücklich dazu, von der Förderung durch den Fonds Gebrauch zu machen, in transformativen Zeitschriften zu veröffentlichen oder über den grünen Weg Open Access in einem OA-Repositorium zweitzuveröffentlichen.

Alle geförderten Artikel werden nach ihrem Erscheinen zusätzlich im Open-Access-Repositorium der Charité dauerhaft archiviert und weltweit zur Verfügung gestellt.

Weshalb werden nicht alle Open-Access-Publikationen gefördert?

Weil solche sogenannten Hybrid-Zeitschriften gleich doppelt öffentliche Mittel beanspruchen: einmal über die Subskriptionskosten, die von den Bibliotheken zu zahlen sind, und zusätzlich über Artikelgebühren, die ebenfalls aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Dieses sogenannte "double-dipping" der Verlage soll nicht gefördert werden.

Wenn Sie in einer Hybrid-Zeitschrift publizieren, die nicht durch eine transformative Vereinbarung abgedeckt ist, die eine Open-Access-Veröffentlichung ohne Kosten für die Autorinnen und Autoren ermöglicht, wird empfohlen, dass Sie sich für “closed” entscheiden und danach Ihren Artikel über den grünen Weg zweitveröffentlichen.

Warum werden Artikel mit maximal 2.000 EUR inkl. MwSt. gefördert?

Die durchschnittlichen Kosten eines Open-Access-Artikels liegen nach bisherigen Erhebungen der Open APC-Initiative deutlich darunter. Mit der maximalen Fördersumme von 2.000 EUR soll einer Preisspirale der Artikelgebühren vorgebeugt werden, die sich von tatsächlichen Kosten einer Veröffentlichung weit entfernt.

Viele Verlage wissen, dass eine Förderung oftmals auf eine Höchstgrenze an Artikelgebühren begrenzt ist. Lassen Sie Verlage möglichst schon beim Einreichen wissen, dass Sie an den Höchstpreis (price cap) von 2.000 EUR inkl. MwSt. gebunden sind. Wir stellen Ihnen gerne eine Musteranfrage zur Verfügung. Es lohnt sich, mit Verlagen zu sprechen!

Welche weiteren Open-Access-Optionen habe ich?

Bitte beachten Sie auch die weiterhin gültigen Verlagsvereinbarungen, welche Ihnen als Charité-Autorinnen und Autoren Rabatte oder Waiver ermöglichen.

Weiterhin gibt es zwei kostenfreie Formen des Open Access:

  • Veröffentlichen Sie in qualitätsgesicherten „Diamond“ oder „Platinum“ Journals. Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) ist das umfassendste Verzeichnis für qualitätsgesicherte Open Access Zeitschriften und bietet einen Filter für Diamond und Platinum Zeitschriften, die sich nicht über Gebühren (APCs) finanzieren und für Autorinnen und Autoren kostenfrei sind.

Wählen Sie den sogenannten grünen Weg zu Open Access, bei dem Autorinnen und Autoren in traditionellen Zeitschriften (closed) publizieren und parallel eine vom Verlag erlaubte Version ihres Artikels auf einem Open-Access-Publikationsserver hinterlegen - z.B. im institutionellen Repositorium von Charité und FU, Refubium. (Falls zwischen Ablage und Freischaltung eine Embargo-Zeit eingehalten werden muss, kann diese im Repositorium hinterlegt werden, so dass Sie sich nicht mehr darum kümmern müssen. Das Open-Access-Team der Medizinischen Bibliothek hilft Ihnen gerne hierbei.)

Kontakt

Für Beratung und Unterstützung rund um Open Access steht Ihnen das Open-Access-Team gerne zur Verfügung: