runder Aufkleber mit Logo und Aufschrift: I support Open Access
von art designer at PLoS, http://www.plos.org/, CC BY-SA 3.0

Open Access

Open Access bedeutet offener Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen:
Wissenschaftliche Publikationen sind weltweit öffentlich und kostenfrei im Internet zugänglich und können von jedermann im Rahmen der guten wissenschaftlichen Praxis gelesen, kopiert, gedruckt, verbreitet und elektronisch durchsucht werden.

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Warum Open Access publizieren?

Open-Access-Publikationen erhöhen die Sichtbarkeit Ihrer Forschung und Einrichtung. Indem Sie Open Access publizieren, befördern Sie Transparenz und Kooperation, Sie erleichtern interdisziplinäre Vernetzung, erlauben Nachnutzung und verkürzen die Zeit von der Fragestellung zu einer Antwort, vom Problem zur Lösung, von der Idee zum Produkt.

Open Access verbessert die Informationsversorgung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in allen Ländern der Welt. Gleichzeitig ermöglichen Sie den Dialog auch mit Bürgerinnen und Bürgern, öffnen Wissenschaft für neue Perspektiven und stärken das Vertrauen in Ihre wissenschaftliche Arbeit.

Schließlich stärken Sie Ihre Autorenrechte, indem Sie Open Access publizieren. Open-Access-Publikationen sind selbstverständlich urheberrechtlich geschützt. Im Unterschied zu herkömmlichen Publikationsmodellen erhalten Sie sich jedoch dauerhaft Verwertungsrechte und definieren die Nutzungsrechte anderer selbst.

Die zusätzliche Archivierung Ihrer Forschungsergebnisse auf nicht-kommerziellen Open-Access-Servern verbessert die Auffindbarkeit und sichert deren langfristige Verfügbarkeit.

Die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen vom 22. Oktober 2003 wurde inzwischen von über 600 Wissenschaftsorganisationen und -einrichtungen sowie von maßgeblichen Institutionen der Forschungsförderung weltweit unterzeichnet.
 
Zu den Unterzeichnern gehören die Berliner Universitäten ebenso wie die Charité - Universitätsmedizin Berlin, das Berliner Institut für Gesundheitsforschung und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin.

Der Berliner Senat hat 2015 die „Open-Access-Strategie für Berlin“ verabschiedet, die u. a. das Ziel formuliert, dass bis zum Jahr 2020 60 % aller Artikel von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Berliner Wissenschaftseinrichtungen frei zugänglich sein sollen.

Wie Open Access publizieren?

Seit der Budapest Open Access Initiative (2002) werden zwei Optionen des Open-Access-Publizierens unterschieden:

Der „goldene Weg“ bezeichnet die Erstveröffentlichung eines Artikels in einer reinen Open-Access-Zeitschrift bzw. einer Monographie oder eines Sammelbandes in einem Open-Access-Verlag, womit die Publikation sofort weltweit unentgeltlich verfügbar ist.
Die Kosten für solche Publikationen werden i.d.R. von den Autorinnen und Autoren bzw. deren Arbeitgeber oder Forschungsförderern beglichen.

Der „grüne Weg“ meint das Bereitstellen einer Publikation auf einem frei zugänglichen Dokumentenserver, nachdem diese zuvor in einem Verlag traditionell, d.h. für Leserinnen und Leser kostenpflichtig veröffentlicht wurde. Solche Zweitveröffentlichung (self-archiving) ist möglich nach Ablauf einer Frist, die vom Verlag festgelegt wird.
Seit dem 01. Januar 2015 können Sie auch das neue Zweitveröffentlichungsrecht gemäß § 38(4) UrhG ausüben, das zum 01.01.2014 in Kraft trat. Danach ist es Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Beiträge erlaubt, ihre Zeitschriftenartikel nach Ablauf eines Jahres unter bestimmten Bedingungen erneut zu veröffentlichen, auch wenn im Verlagsvertrag anderslautende Vereinbarungen getroffen wurden.

Die Charité - Universitätsmedizin Berlin fördert Open Access

Die Charité setzt sich aktiv für das Open-Access-Publizieren ein und hat einen eigenen Publikationsfonds im Rahmen des Programms Open-Access-Publizieren der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet.