Bibliothekszentrale Campus Virchow-Klinikum (CVK)

Nach der Gründung der Freien Universität Berlin im Jahre 1948 schloss die FU mit dem Bezirksamt Charlottenburg eine Nutzungsvereinbarung ab, die es ihr erlaubte, das damalige städtische Krankenhaus Westend für Lehr- und Forschungszwecke zu nutzen. Erst 1971 übernahm die FU das Klinikum, und es entstand 1974 daraus das Klinikum Charlottenburg.

In den ersten Jahren nach 1948 erfolgte eine weitgehend unkoordinierte Beschaffung von Literatur durch die Institute und Kliniken, obwohl es eine kleine zentrale Bibliothek mit zwei Personalstellen gab. Eine bibliothekarische Fachkraft wurde erst Ende der 50er Jahre eingestellt. Im Laufe der Jahre erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter/innen dann bis auf fünf.

1972 bezog die Bibliothek ein eigenes Gebäude am Fürstenbrunner Weg, in dem neben einem allgemeinen Bestand an medizinischer Literatur auch eine Lehrbuchsammlung untergebracht war.
Die Universitätsbibliothek der FU finanzierte einen Grundbestand von rund 200 Zeitschriften, und sie gab die medizinische Literatur an die Bibliothek im Westend weiter, die sie als regionale Pflichtexemplarbibliothek von Berliner Verlagen erworben hatte.

Mitte der 90er Jahre wurde das städtische Rudolf-Virchow-Krankenhaus im Wedding zu einem neuen und modernen Universitätsklinikum umgebaut, in das 1997 das Klinikum Charlottenburg umzog und dabei seinen Namen änderte in Universitätsklinikum Rudolf Virchow.

Das ehemalige Gebäude der Pathologie des Virchow-Krankenhauses war für die Medizinische Bibliothek umgebaut worden und wurde 1998 von ihr bezogen. Im Zusammenhang mit dem  Umzug wurden nach und nach sämtliche Klinik- und Institutsbibliotheken aufgelöst bzw. auf den Umfang von Handapparaten reduziert.

Durch den Zusammenschluss des Universitätsklinikums Rudolf Virchow mit der Charité in Mitte im Jahre 1997/98 wurde die Bibliothek Bestandteil der 'Medizinischen Bibliothek des Universitätsklinikums Charité' der Humboldt-Universität.